Website of Tobias Westmeier

Rundaugen-Mohrenfalter Woodland Ringlet
Erebia medusa

Rundaugen-Mohrenfalter
Unterseite. (Blankenheim, NRW, 26. 05. 2005)

Aussehen: Oberseits wie unterseits auf Vorder- und Hinterflügeln einheitlich dunkelbraun mit schwarzen, weißgekernten Augenflecken in orangefarbener, unzusammenhängender Postdiskalbinde.
Flügelspannweite: 3,8–4,5 cm.
Flugzeit: 1 Generation von Anfang Mai bis Ende Juni.
Verbreitung: In ganz Deutschland außer dem Norden.
Lebensraum: Verschieden. Meist grasige Waldlichtungen oder Waldränder; Grashänge. Feucht oder trocken.
Überwinterung: Raupe.
Rote Liste: V.

Beschreibung

Der Rundaugen-Mohrenfalter gehört zu den wenigen Mohrenfaltern, die bei uns auch außerhalb der Alpen vorkommen. Man findet die Art in ganz Deutschland außer dem Norden in vorwiegend bergigen Gegenden, wo die Falter ganz unterschiedliche Lebensräume besiedeln. In der Eifel beispielsweise findet man den Rundaugen-Mohrenfalter auf montan geprägten Feuchtwiesen ebenso wie auf trockenwarmen Kalkmagerrasen. Die Raupen fressen an verschiedenen Gräsern. In höheren Lagen kann der Entwicklungszyklus zwei Jahre dauern, so daß man den Rundaugen-Mohrenfalter dort nur alle zwei Jahre häufiger sieht.

Durch das Fehlen grauer oder weißer Binden auf der Unterseite der Hinterflügel läßt sich der Rundaugen-Mohrenfalter von ähnlichen Arten außerhalb der Alpen leicht unterscheiden. Außerdem fliegt er viel früher im Jahr als Graubindiger und Weißbindiger Mohrenfalter, die erst im Hochsommer auftreten. In den Alpen besteht große Verwechslungsgefahr insbesondere mit dem sehr ähnlichen Doppelaugen-Mohrenfalter (Erebia oeme). Sicheres Unterscheidungsmerkmal zwischen beiden Arten sind die Fühlerspitzen, deren Unterseite beim Rundaugen-Mohrenfalter orangebraun, beim Doppelaugen-Mohrenfalter hingegen schwarz gfärbt ist.

Weitere Photos

Rundaugen-Mohrenfalter
Das orange Postdiskalband auf der Oberseite ist beim Rundaugen-Mohrenfalter in einzelne Flecken aufgelöst. (Alendorf, NRW, 04. 06. 2005)

Referenzen