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Rostbinde Grayling
Hipparchia semele

Rostbinde (Hipparchia semele)
Unterseite. (Dwingelderveld, Niederlande, 07. 08. 2004)

Aussehen: Oberseits braun mit orangefarbenen Submarginalflecken und schwarzen, weiß gekernten Augenflecken. Unterseite der Hinterflügel graubraun marmoriert mit heller Binde, Unterseite der Vorderflügel in der Grundfarbe orange mit zwei schwarzen, weiß gekernten Augenflecken.
Flügelspannweite: 5,0–6,0 cm.
Flugzeit: 1 Generation von Ende Juni bis August.
Verbreitung: Lokal über ganz Deutschland verbreitet.
Lebensraum: Verschieden. Heiden, Sanddünen, Felshänge, lichte Wälder.
Überwinterung: Raupe.
Rote Liste: 3.

Beschreibung

Die Rostbinde ist über ganz Deutschland verbreitet und kann lokal in trockenwarmen Lebensräumen wie Küstendünen, Heidegebieten oder lichten, trockenen Wäldern angetroffen werden. Dort sitzen die Falter oft am Boden, wo sie durch ihre graubraune Farbe hervorragend getarnt sind. Sie lassen sich sehr leicht aufschrecken, setzen sich jedoch nach ein paar Metern wieder auf den Boden. Die Raupen der Rostbinde ernähren sich von einer Vielzahl verschiedener Gräser.

Die graubraun marmorierte Zeichnung auf der Unterseite der Hinterflügel ist sehr variabel, jedoch lassen sich die Falter durch ihre Gesamterscheinung leicht von anderen einheimischen Hipparchia-Arten unterscheiden. Entscheidend ist hier vor allem die orange Grundfarbe auf der Unterseite der Vorderflügel, die unter unseren einheimischen Arten des Hipparchia-Typs nur noch beim Rotbindigen Samtfalter (Arethusana arethusa) anzutreffen ist, der in Deutschland jedoch als ausgestorben gilt.

Weitere Photos

Rostbinde (Hipparchia semele)
Wenn die Falter am Boden oder an Baumstämmen ruhen, sind sie hervorragend getarnt. (Dwingelderveld, Niederlande, 07. 08. 2004)
Rostbinde (Hipparchia semele)
Die Unterseite ist sehr variabel. Bei diesem Falter ist die charakteristische helle Binde stark reduziert. (Traisen, RLP, 06. 07. 2003)

Referenzen