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Ehrenpreis-Scheckenfalter Nickerl’s Fritillary
Melitaea aurelia

Melitaea aurelia
Tbd. (Alendorf, NRW, 09. 06. 2003)

Aussehen: Oberseits dunkelbraun mit ausgedehnter oranger Fleckenzeichnung. Orange Postdiskalflecke auf der Oberseite der Hinterflügel ohne dunklen Punkt. Unterseite der Hinterflügel charakteristisch gezeichnet. Die Zeichnung auf Ober- und Unterseite variiert stark. Äußerlich schwer von Melitaea athalia und Melitaea britomartis zu unterscheiden.
Flügelspannweite: 3,2–3,7 cm.
Flugzeit: 1 Generation von Juni bis Juli.
Verbreitung: Über ganz Deutschland verbreitet; im Norden vielerorts ausgestorben.
Lebensraum: Verschieden. Grasige, blütenreiche Orte; Magerrasen.
Überwinterung: Raupe.
Rote Liste: 3.

Beschreibung

Der Ehrenpreis-Scheckenfalter bewohnt vor allem blütenreiche und grasige Orte und ist ein typischer Bewohner trockenwarmer Kalkmagerrasen. Man kann ihn in ganz Deutschland lokal antreffen, und an den Vorkommensorten fliegen die Falter meist in größerer Zahl. Sie sind allerdings recht ungestüm, was die Beobachtung und Bestimmung erschwert.

Leider läßt sich der Ehrenpreis-Scheckenfalter nur sehr schwer vom sehr ähnlichen Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea athalia) unterscheiden. Erschwerend kommt hinzu, daß die Zeichnung bei beiden Arten sehr variabel ist. In der Südhälfte Deutschlands besteht zudem auch noch Verwechslungsgefahr mit der sehr ähnlichen Art Melitaea britomartis.

Zwei recht unsichere Unterscheidungsmerkmale gegenüber dem Wachtelweizen-Scheckenfalter sind die oft fuchsroten Palpen und die Marginalbinde auf der Unterseite der Hinterflügel, die beim Ehrenpreis-Scheckenfalter blaßgelb und oft deutlich dunkler ist als die angrenzenden, cremefarbenen Submarginalfelder ist.

Weitere Photos

Melitaea aurelia
Die Falter fliegen an den Vorkommensorten meist in größerer Zahl, so daß man manchmal mehrere Falter an einer Blüte antreffen kann. (Alendorf, NRW, 07. 06. 2003)
Melitaea aurelia
Die für Scheckenfalter typische, bunt gemusterte Unterseite. Man beachte die fuchsroten Palpen und die blaßgelbe Marginalbinde. (Alendorf, NRW, 07. 06. 2003)

Referenzen