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Admiral Red Admiral
Vanessa atalanta

Admiral
Oberseite. (Dwingelderveld, Niederlande, 22. 08. 2004)

Aussehen: Unverwechselbar. Oberseits dunkelbraun bis schwarz, auf den Vorderflügeln orange Binde und weiße Flecken in den Flügelspitzen, auf den Hinterflügeln orange Submarginalbinde. Unterseits bunt marmoriert.
Flügelspannweite: 5,0–6,0 cm.
Flugzeit: Ganzjährig in 3–4 sich überschneidenden Generationen. Hauptsächlich von März bis November, seltener und nur bei milder Witterung auch von Dezember bis Februar.
Verbreitung: Über ganz Deutschland verbreitet.
Lebensraum: Verschieden. Tritt als Wanderfalter in nahezu allen Gebieten auf.
Überwinterung: Falter, Ei, Raupe oder Puppe.
Rote Liste: –.

Beschreibung

Der Admiral ist einer der schönsten und häufigsten Schmetterlinge Deutschlands. Außerdem ist er ein klassischer Wanderfalter, der in jedem Jahr von Mitteleuropa bis nach Skandinavien und auf die Britischen Inseln fliegt, wobei er im Norden den Winter im allgemeinen nicht überstehen kann. In Deutschland ist der Admiral hingegen bodenständig und überwintert entweder als voll entwickelter Falter oder in einem früheren Entwicklungsstadium (Ei, Raupe oder Puppe).

Im Herbst kann man den Admiral gelegentlich bei der Rückwanderung in den Süden beobachten. Diese wandernden Falter erkennt man daran, daß sie ohne Aufenthalt und in wenigen Metern Höhe über dem Boden zielstrebig nach Süden fliegen und sich dabei weder durch starken Gegenwind noch durch Hindernisse wie Berge oder Bäume, die einfach überflogen werden, aufhalten lassen. Zwar wandern Admirale einzeln, doch kann der „Rückflugbetrieb“ so groß sein, daß in der Minute mehrere Falter über den Beobachter hinwegfliegen. Einen solch regen Betrieb konnte ich zum Beispiel Anfang Oktober 2001 verfolgen, als Admirale trotz stürmischen Südwindes im Minutentakt über den Kreuzberg in Bonn hinweg nach Süden flogen.

Die Admirale, die in Deutschland den Winter überdauern, kann man oft schon im März an sonnigen Tagen umherfliegen sehen, wobei sie gern Blüten von frühblühenden Bäumen und Sträuchern besuchen. Oftmals verlassen Admirale auch an milden Wintertagen ihr Überwinterungsquartier. So habe ich selbst schon im Dezember und Januar bei milder Witterung Admirale umherfliegen sehen. Der Admiral dürfte auch der einzige Tagfalter sein, der selbst bei bedecktem Himmel fliegt, wenn sich andere Falter in der Vegetation verbergen. Im Spätsommer haben sich die Falter in Mitteleuropa stark ausgebreitet und vermehrt und sind dann überall sehr häufig anzutreffen. Besonders zahlreich findet man den Admiral dann auch in Gärten, wo er mit Vorliebe an herabgefallenem Obst saugt.

Die Raupen des Admirals fressen an der Großen Brennessel (Urtica dioica) und an verschiedenen Glaskrautarten (Parietaria sp.), wobei die Raupen im Gegensatz zu anderen Edelfaltern von Anfang an Einzelgänger sind. Zum Schutz bauen sie sich aus einem zusammengesponnenen Brennesselblatt eine auffällige Behausung.

Weitere Photos

Admiral
Durch die charakteristische Zeichnung auf der Oberseite ist der Admiral unverwechselbar. (Siebengebirge, NRW, 06. 11. 2005)
Admiral
Die Unterseite ist, ähnlich wie beim Distelfalter, bunt marmoriert. (Korbach, HES, 03. 09. 2003)
Admiral
Admirale ruhen oft an besonnten, exponierten Stellen. Sie sind jedoch sehr schreckhaft und fliegen schon bei der geringsten Beunruhigung auf und davon. (Nettersheim, NRW, 12. 07. 2003)

Referenzen