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Weißbindiger Mohrenfalter Arran Brown
Erebia ligea

Erebia ligea
Unterseite. (Nettersheim, NRW, 12. 07. 2003)

Aussehen: Oberseits braun mit orangefarbener Binde, in welche schwarze, weißgekernte Augenflecken eingelassen sind (3 auf den Hinterflügeln, 3–4 auf den Vorderflügeln). Auf der Unterseite der Hinterflügel ebenfalls 3–4 Augenflecken und kräftiger, bindenähnlicher, weißer Fleck. Die Flügelfransen sind nicht einheitlich weiß, sondern braun-weiß gescheckt (vgl. Erebia aethiops).
Flügelspannweite: 4,0–4,5 cm.
Flugzeit: 1 Generation von Ende Juni bis Ende August.
Verbreitung: In der Mitte und im Süden Deutschlands in bergigen Gegenden.
Lebensraum: Geschützte, gras- und blütenreiche Waldränder und Lichtungen.
Überwinterung: Ei oder Raupe.
Rote Liste: V.

Beschreibung

Die Mohrenfalter sind mit einer unüberschaubaren Fülle schwer zu unterscheidender Arten vor allem in den Alpen verbreitet. Nur wenige Arten kommen bei uns auch im Mittelgebirgsraum vor. Zu ihnen zählt der Weißbindige Mohrenfalter, der auf Grund des gescheckten Flügelrandes und des weißen, bindenähnlichen Flecks auf der Unterseite der Hinterflügel leicht von den anderen Arten zu unterscheiden ist.

Als Gebirgsart trifft man den Weißbindigen Mohrenfalter nicht im Flachland an, sondern nur in den Mittelgebirgen in der Mitte und im Süden Deutschlands, wo er grasreiche, oft feuchte Waldlichtungen und Waldränder bewohnt. Die Raupen fressen dort an Segge (Carex sp.), während die Falter gern Blüten aufsuchen. Mitunter dauert der Entwicklungszyklus beim Weißbindigen Mohrenfalter zwei Jahre, so daß die Falter nur alle zwei Jahre häufiger auftreten.

Weitere Photos

Erebia ligea
Auf der Oberseite fällt die breite, orange Postdiskalbinde mit den Augenflecken auf. (Nettersheim, NRW, 29. 06. 2003)
Erebia ligea
Bei diesem Exemplar ist der weiße Fleck auf der Unterseite der Hinterflügel besonders kräftig und zu einer weißen Binde ausgedehnt. (Nettersheim, NRW, 29. 06. 2003)

Referenzen