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Rostbraunes Ochsenauge Gatekeeper
Maniola tithonus

Maniola tithonus
Oberseite eines Männchens. (Traisen, RLP, 06. 07. 2003)

Aussehen: Oberseits ausgedehnte Orangezeichnung und breiter, brauner Flügelrand; Männchen mit breitem Duftschuppen-Fleck auf den Vorderflügeln. Unterseits ähnlich dem Großen Ochsenauge (Maniola jurtina), aber auf der Ober- und Unterseite der Vorderflügel befinden sich meist zwei miteinander verschmolzene, schwarze, weißgekernte Augenflecke.
Flügelspannweite: 3,5–4,0 cm.
Flugzeit: 1 Generation von Juli bis August.
Verbreitung: Über ganz Deutschland lückenhaft verbreitet.
Lebensraum: Felder, Wiesen, blüten- und gebüschreiche Stellen; oft in Waldnähe.
Überwinterung: Raupe.
Rote Liste: 3.

Beschreibung

Das Rostbraune Ochsenauge erhielt seinen Namen durch die rostbraune Färbung auf der Oberseite der Flügel, wodurch es leicht vom Großen Ochsenauge (Maniola jurtina) unterschieden werden kann. Unterseits sind beide Arten ähnlich gezeichnet, jedoch befinden sich beim Rostbraunen Ochsenauge auf den Vorderflügeln im allgemeinen zwei miteinander verschmolzene Augenflecken in Form eines schwarzen Ovals mit zwei weißen Kernen. Beim Großen Ochsenauge ist an dieser Stelle normalerweise nur ein Augenfleck. Ausnahmen gibt es aber immer.

Das Rostbraune Ochsenauge ist über ganz Deutschland mit Ausnahme des äußersten Nordostens inselartig verbreitet und recht häufig. Jedoch fehlt die Art in einigen Gegenden des Verbreitungsgebietes völlig, so zum Beispiel im Sauerland oder in Nordhessen.

Die Raupen fressen an einer großen Zahl verschiedener Gräser, was die Häufigkeit der Art erklärt. Die Falter hingegen sind eifrige Blütenbesucher, wobei sie ihre Flügel gewöhnlich geschlossen halten. Nur bei bewölktem Himmel bekommt man auch hin und wieder die charakteristische Oberseite zu Gesicht.

Weitere Photos

Maniola tithonus
Die Männchen besitzen auf der Oberseite der Vorderflügel einen auffälligen, breiten Duftschuppen-Fleck. (Traisen, RLP, 06. 07. 2003)
Maniola tithonus
Die Unterseite sieht der des Großen Ochsenauges (Maniola jurtina) ähnlich. (Traisen, RLP, 06. 07. 2003)
Maniola tithonus
Oberseite eines Weibchens ohne Duftschuppen-Fleck. (Eschweiler, NRW, 28. 08. 2005)

Referenzen